bewegte luft
[soundinstallation]
bewegte_luft

2007.05.29. – 2007.12.01
soundstudies innsbruck 2005 – 2007 ferdinandeum, tiroler landesmuseum
innsbruck,(A)

Hörstudien Innsbruck 2005 – 2007
Klanginstallation im Tiroler-Landesmuseum Ferdinandeum  29.05.07 -31.12.07

24 Klangbilder in der Dauer von 30-45 Sekunden – erarbeitet aus einer Reihe von
Aufnahmen der Lautsphäre Innsbruck’s (2005-2007) – sind das Material der Installation.

3 Lautsprecherpaare unterteilen den lang gezogenen “Klangraum” in Anfang, Mitte
und Ende.Es klingt immer nur 1 Lautsprecherpaar.Jedes Klangbild, der Raumrichtung
folgend, wird 2x wiederholt.Der Klangraum im Ferdinandeum  ist ein heller und
lichtdurchfluteter Gang mit einer Länge von ca.35m, einer Breite von ca.4m und  einer
Raumhöhe von ca.5m – ein “halliger” Raum.

Ein roter Teppich (Läufer) führt den Ausstellungsbesucher/in zu einem braunen
Kunststoffsofa am Ende des Gangs. Dies ist der bevorzugte Hör- und Beobachtungsplatz
der Installation.

Auf dem Sofa sitzend finden wir rechts an der Wand eine Karte, die die Siedlungs- und
Straßenstruktur der Stadt Innsbruck darstellt. Darauf sind mit roten Punkten die
Aufnahmeorte der 24 Klangbilder gekennzeichnet.

Die linke Gangwand ist eine Außenmauer, unterteilt von großflächigen Festern und Türen,
die uns einen Blick auf das städtische Treiben in der Museumsstrasse erlaubt. Die Rechte
wird durch  Treppenauf- und Abgänge sowie  zwei Durchgänge unterteilt.

Aus beiden Richtungen dringen Klänge in den Raum ein. Jeder Raum hat seinen Klang,
bedingt durch seine Größe, architektonische Form und den verwendeten Materialien.
Alle Klänge  werden vom Installationsraum “gefärbt”.

Die kompositorische Struktur der Arbeit bildet jedes Klangbild in seiner zweiten
Wiederholung im Nahfeld ab. In der 1. und 2. Apspielposition, den Entfernteren,
kommt der Raum selbst ins Spiel.Nur im Nahfeld wird der Raumklang vom
Klangbild “maskiert”.

Aus dem Zusammenspiel des Klangmaterials der Installation, der Klangereignisse
innerhalb und außerhalb des Museums, sowie der Färbung dieser durch den Raum,
kann  vermutendes, erkennendes, denkendes und musikalisches Hören entstehen.
Dieses Hören braucht Zeit.

the basic material of the work are 24 soundscapes, recorded in innsbruck
between 2005 and 2007 the duration of the recordings are between 30-45 seconds.

studio simulation of the basic idea with digital reverbs